H|S · Kanban-Auslegung Behälter, Karten, Wiederbeschaffung · für jeden Pull-Kreis
Produktion & Operations · Lean

Wer Kanban "gut Pi mal Daumen" auslegt,
baut entweder Engpässe oder Lager.

Die Anzahl der Behälter im Kanban-Kreis folgt einer einfachen Formel — aber jede Variable will sauber berechnet sein: Tagesbedarf realistisch, Wiederbeschaffungszeit ehrlich, Sicherheits-Faktor anhand Schwankung statt Bauchgefühl. Dieses Tool führt durch die Auslegung, visualisiert den Kreis und zeigt sofort Kapitalbindung und Reichweite.

01 · Artikel

Was wird gepullt?

Für Kapitalbindungs-Berechnung
02 · Bedarf

Wie viel pro Tag?

Realistischer Durchschnitt, nicht der Best Case und nicht der Worst Case.

Stk/Tag
σ/μ
0,1 stabil · 0,25 normal · 0,5+ stark schwankend
03 · Wiederbeschaffung

Wie lange dauert der Kreislauf?

Vom Moment "Behälter leer" bis "neuer voller Behälter am Verbrauchsort". Inklusive Transportzeit, Bearbeitungszeit, Wartezeit.

Tage
Bei internem Kanban oft 0,5–2 Tage, bei externem 3–14
%
Faustregel: 15–30 % bei CoV < 0,3, 30–50 % bei höherer Schwankung
04 · Behälter

Wie groß und wie viele?

Stk/Box
Kleinere Behälter = mehr Karten = feinere Steuerung, aber mehr Handling
×
Beeinflusst Wirkung der LT-Annahme
05 · Vergleich (optional)

Push vs. Pull?

Welche Reichweite hat das Lager heute (vor Kanban)? Vergleich zeigt die Einsparung.

Tage
Wie viele Tage deckt der heutige Bestand?
Formel · Heijunka-Variante
k = ⌈ ( D × LT × (1 + α) ) ÷ C
Anzahl Karten / Behälter
Stk

Auslegung im Detail

Bedarf in der LT
Sicherheits-Bestand
Theoretischer Bestand
Behälter exakt (math.)
Behälter aufgerundet

Bestand & Reichweite

Max. Bestand im Kreis
Reichweite des Bestands
Kapitalbindung

Hinweise

Visualisierung

So sieht der Kanban-Kreis aus

Produktive Behälter (für Bedarf in LT) Sicherheits-Behälter Reserviert (Aufrundung)

Die hier verwendete Heijunka-Formel ist die häufigste Auslegung für interne Pull-Kreise. Für externe Lieferanten oder hochvolatile Bedarfe alternative Methoden prüfen (CONWIP, statische Sicherheits-Bestände mit Service-Level-Berechnung). Bei sehr seltenen Verbrauchern (Z-Artikel) ist Kanban nicht das richtige Werkzeug — dort ist Make-to-Order oder Sonderbeschaffung sinnvoller. Faustregel: Kanban funktioniert ab ca. 5 Behälter-Wechseln pro Woche.