„Was man nicht misst, kann man nicht verbessern", sagt man. Aber der Umkehrschluss stimmt auch: Was man falsch misst, verbessert man in die falsche Richtung.
Das Problem mit zu vielen Kennzahlen
Manche Produktionen ertrinken in Kennzahlen. Dutzende Reports, die niemand liest, weil sie zu viel und zu spät kommen. Mehr Daten bedeuten nicht mehr Einsicht.
Die Kennzahlen, die wirklich zählen
- OEE — die Gesamteffektivität der Anlagen.
- Durchlaufzeit — wie lange ein Auftrag wirklich braucht.
- Liefertreue (OTD) — halten wir, was wir versprechen?
- Ausschussquote — wie viel produzieren wir umsonst?
- Bestandsreichweite — wie viel Kapital liegt im Lager?
Die Eigenschaften guter Kennzahlen
- Handlungsleitend — sie sagen, was zu tun ist.
- Zeitnah — sie kommen früh genug, um zu reagieren.
- Verständlich — jeder im Team versteht sie.
- Beeinflussbar — das Team kann sie auch verändern.
Kennzahlen als Kontrollinstrument gegen Mitarbeiter einzusetzen. Dann werden Zahlen geschönt statt Probleme gelöst. Kennzahlen messen das System, nicht die Menschen.
Sichtbarkeit vor Ort
Die wirksamsten Kennzahlen hängen am Shopfloor — sichtbar für alle, aktuell, einfach. Ein Board an der Linie wirkt mehr als ein perfekter Report, den nur das Management sieht.