Bestände sind ein zweischneidiges Schwert. Zu viel bindet Kapital und versteckt Probleme. Zu wenig bedeutet Lieferausfall. Die Lösung liegt nicht in einer pauschalen Regel, sondern in der richtigen Klassifizierung.

Warum „alles gleich behandeln" scheitert

Ein C-Teil für wenige Cent braucht eine andere Strategie als ein hochwertiges A-Teil. Wer alle Artikel gleich behandelt, verschwendet Aufmerksamkeit bei den unwichtigen und vernachlässigt die wichtigen.

Nicht jeder Artikel verdient dieselbe Sorgfalt — und genau das ist der Schlüssel.

Die ABC-Analyse: nach Wert

Die XYZ-Analyse: nach Vorhersagbarkeit

Die Kombination macht den Unterschied

Erst beide Achsen zusammen ergeben die Strategie. Ein AX-Teil (wertvoll, planbar) steuert man bedarfssynchron. Ein CZ-Teil (billig, unberechenbar) hält man einfach auf Vorrat — der Aufwand der genauen Planung lohnt nicht.

Kapital-Hebel

In den meisten Lägern stecken 60–80 % des gebundenen Kapitals in wenigen A-Teilen. Genau dort lohnt sich die Reduktion am meisten — oft 5–15 % des Gesamtbestands ohne Lieferrisiko.