„Was kostet ein ERP-System?" ist die falsche Frage. Die richtige lautet: Was kostet es über die gesamte Nutzungsdauer? Die Lizenzgebühr ist dabei oft der kleinste Posten.
Der Eisberg der ERP-Kosten
Über der Wasseroberfläche: die Lizenz. Darunter, unsichtbar: Implementierung, interner Aufwand, Schulung, Wartung, Betrieb, Anpassungen. In Summe sind die Lizenzkosten oft nur 25–35 % der Gesamtkosten.
Die Kostenblöcke im Überblick
- Lizenzen — pro Nutzer, oft monatlich.
- Implementierung — Beratung, Konfiguration, oft der größte Einmalposten.
- Interner Aufwand — die Zeit Ihrer eigenen Leute. Fast immer unterschätzt.
- Schulung — einmalig und laufend.
- Wartung & Support — jährlich, oft 15–20 % der Lizenz.
Der am meisten unterschätzte Posten
Der interne Aufwand. Key-User, die für das Projekt freigestellt werden, kosten echtes Geld — auch wenn keine Rechnung kommt. Wer 180 Personentage interne Arbeit nicht einrechnet, plant am größten Posten vorbei.
Rechnen Sie mit dem Zwei- bis Dreifachen der reinen Lizenzkosten als Gesamtinvestition im ersten Jahr — und planen Sie die laufenden Kosten über mindestens fünf Jahre.
Warum die TCO-Sicht sich lohnt
Erst die Gesamtkostensicht macht Angebote vergleichbar. Ein günstiger Lizenzpreis mit teurer Implementierung kann über fünf Jahre teurer sein als das vermeintlich teurere Angebot.