„Was kostet ein ERP-System?" ist die falsche Frage. Die richtige lautet: Was kostet es über die gesamte Nutzungsdauer? Die Lizenzgebühr ist dabei oft der kleinste Posten.

Der Eisberg der ERP-Kosten

Über der Wasseroberfläche: die Lizenz. Darunter, unsichtbar: Implementierung, interner Aufwand, Schulung, Wartung, Betrieb, Anpassungen. In Summe sind die Lizenzkosten oft nur 25–35 % der Gesamtkosten.

Wer nur auf die Lizenzgebühr schaut, kauft die Spitze des Eisbergs und übersieht den Rest.

Die Kostenblöcke im Überblick

Der am meisten unterschätzte Posten

Der interne Aufwand. Key-User, die für das Projekt freigestellt werden, kosten echtes Geld — auch wenn keine Rechnung kommt. Wer 180 Personentage interne Arbeit nicht einrechnet, plant am größten Posten vorbei.

Faustregel

Rechnen Sie mit dem Zwei- bis Dreifachen der reinen Lizenzkosten als Gesamtinvestition im ersten Jahr — und planen Sie die laufenden Kosten über mindestens fünf Jahre.

Warum die TCO-Sicht sich lohnt

Erst die Gesamtkostensicht macht Angebote vergleichbar. Ein günstiger Lizenzpreis mit teurer Implementierung kann über fünf Jahre teurer sein als das vermeintlich teurere Angebot.