Ein ERP-System steht selten allein. Webshop, Lager, DATEV, CRM, Maschinensteuerungen — jede Verbindung ist ein eigenes kleines Projekt. Und genau diese Schnittstellen werden in der Planung am häufigsten unterschätzt.

Warum Schnittstellen so tückisch sind

Eine Schnittstelle verbindet zwei Welten, die unterschiedlich „denken". Datenformate, Aktualisierungszeiten, Verantwortlichkeiten — überall lauern Annahmen, die nicht zusammenpassen.

Die Hälfte aller Integrationsprobleme entsteht nicht in der Technik, sondern an der Frage: Wer ist eigentlich zuständig?

Die Komplexitätstreiber

Wie man die Komplexität einschätzt

Bevor das Projekt startet, sollte jede benötigte Schnittstelle bewertet werden: Welches System, welche Datenrichtung, welche Aktualität, welcher Standard? Diese Inventur deckt früh auf, wo die echten Aufwände liegen.

Praxis-Tipp

Für jede Schnittstelle braucht es einen Ansprechpartner auf beiden Seiten. Fehlt er auf der Seite des Umsystems, wird die Integration zur Geduldsprobe — unabhängig von der Technik.

Weniger ist mehr

Nicht jede mögliche Schnittstelle ist nötig. Manchmal ist ein bewusst einfacher, zeitversetzter Datenaustausch günstiger und stabiler als eine teure Echtzeit-Kopplung, die niemand wirklich braucht.